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Samstag, 8. September 2012

Anleitung: Norweger-Geschirr für Hunde



Das hier ist ein ganz einfach zu nähendes Norweger-Geschirr, das auch super von Anfängern genäht werden kann.

Das Tutorial zur passenden Leine findest du HIER


So, dann schauen, wir mal, was wir alles brauchen:


Einen Hund


 Außerdem:   
- Gurtband
- Webband, Bordüre oder mit was du sonst verzieren möchtest
- 1 D-Ring oder einen O-Ring
- 1 Steckschliesse (so breit wie das Gurtband)
- Schneiderkreide oder etwas anderes zum markieren
- evtl. Fleece zum füttern (hab ich hier nicht gemacht, da ich gemerkt, habe, dass wir das nicht brauchen)


Dann muss der Hund ausgemessen werden:

 Einmal um die breiteste Stelle der Brust, dabei sollten zwischen Hund und Maßband ca. 2 Finger breit Platz sein, damit das Geschirr später nicht zu eng wird.
Messe bitte gleich noch oben über den Rücken von Schulter zu Schulter, also bis zu der Höhe, an der später der Brustgurt sitzen soll (ich hab davon leider kein Bild, da Lilly keine Lust auf stillstehen hatte)

 Jetzt noch vorne über die Brust messen, beginne dabei an der Stelle, an der du den Brustumfang gemessen hast und ende auf der anderen Seite an eben dieser.

Zur Verdeutlichung Lillys Maße:
Brustumfang: 74cm
Rücken: 40 cm
Brust vorne : 48 cm

Dann benötigst du noch die Länge der Schließe (ohne die Gurtbandbefestigung). Messe einfach, wie auf dem Bild zu sehen. Bei meiner sind das 6 cm.


 Jetzt müssen wir berechnen, wie viel Gurtband du brauchst:

Ich nehme Lillys Maße für das Beispiel. Die Nahtzugaben sind immer gleich.

Bauchgurt:
Brustumfang - Schließe + Nahtzugabe = Länge
74 cm - 6 cm + (2x 7cm) = 82 cm

Brustgurt:
Brust vorne + Nahtzugabe
48 cm + 6 cm = 52 cm

Schräggurt:
Maß wie Brust vorne (ohne Nahtzugabe)
48 cm

Die Borte kannst du entweder genau so lang zuschneiden oder um Borte zu sparen einfach 
Brustumfang - Schließe + 4 cm
74 cm - 6 cm + 3 cm = 72 cm


Wenn du magst, 10 cm langes Stück, mit dem du später den Ring fixieren kannst.



Nach dem Abschneiden alle Enden mit dem Feuerzeug versäubern, sonst frizzeln die Enden irgendwann auf und die Nähte halte nicht mehr.
 d.h. leicht mit der Flamme an der Kante entlang fahren, dann schmelzen die Enden zusammen. Flamme nicht frontal drauf halten!!




Jetzt nehmen wir und das längste Gurtband-Stück vor:

Die Borte oben ein Stückchen umknicken...



 ...dann auf das Gurtband legen 
a. wenn die Borte so lang wie das Gurtband ist, einfach 1 cm von der Kante
b. wenn du kürzer geschnitten hast, ca. 5,5 cm von der oberen Kante 


...aufnähen...dabei am Ende....

...wieder umknicken.


Das beim Brustgurt wiederholen, die Abstände der Borte zur Kante entsprechend anpassen.


Jetzt haben wir folgende Teile:
Bauchgurt (mit Borte)
Brustgurt (mit Borte)
Schräggurt (ohne Borte)


Jetzt kommt die Steckschließe zum Einsatz.
Auf machen und den einen Teil an einem Ende des Gurtbandes befestigen. Ich habe extra eine etwas längere Nahtzugabe eingerechnet, damit der Gurt nicht so schnell ausreißt.

Jetzt die Nahtzugabe auf dem Gurtband festnähen. Mit einem einfachen Geradstich außen rum, dabei über die kurzen Seiten 2-3 Mal drübernähen. Dann noch jeweils diagonal nähen, damit es in der Mitte auch schön fest sitzt. Am Ende eim kurzes Stück 2-3 mal vor und zurücknähen, dann geht die Naht nicht auf.


 Jetzt den anderen Teil anbringen und vor dem festnähen nochmals nachmessen. Dafür die Steckschließe schließen. Der "Ring" muss das gleiche Maß haben wie der vorher gemessene Brustumfang an der breitesten Stelle.



 Wenn das passt....



 ...die andere Seite auch festnähen.


 So sieht das jetzt aus. 


Jetzt nähst du den Brustgurt an.
Dafür musst du entscheiden, an welcher Seite du den Verschluss gerne hättest. Ich nehme da immer die linke Seite, das kann man aber machen, wie man möchte. Die Schließe sollte nicht direkt in der Achsel (nennt man das bei Hunden so?) sitzen, da das sehr unangenehm für den Hund ist. Auch unten direkt in der Mitte kann für den Hund unangenehm sein, wenn er drauf liegt. 


Jetzt befestigst du den Brustgurt. 
Dafür den Gurt so hinlegen, wie oben auf dem Bild...


 Über den Rücken gemessen war in diesem Beispiel 40 cm. Da der Gurt an der Falte oben nicht komplett flach liegt an jeder Seite wie folgt abmessen:

1/2 Maß - 0,5 cm
20 cm -0,5 cm = 19,5 cm

und markieren.

Die das Gurtband mit der unteren Kante an die Markierung legen und umklappen.
Dabei darauf achten, dass es richtig herum liegt, nicht, dass die Borte auf dem Kopf steht :)



Die Nahtzugabe sollte nicht über den Bauchgurt herausstehen

 ...festnähen...



 alle Nähte 2-3 mal vor- und zurück-nähen, dann die diagonalen Nähte machen und am Ende wieder ein kurzes Stück vor- und zurücknähen. 
Mit der anderen Seite genau so verfahren...dabei wieder nachmessen, ob das Maß stimmt.

Achte darauf, dass der Gurt nicht verdreht ist.

Wenn nötig am Ende noch ein Stückchen abschneiden, dann aber nochmal mit dem Feuerzeug versäubern.


So sollte das dann aussehen:


Jetzt kommt der Schräggurt dran.

So an die beiden anderen Gurte anlegen, dabei muss unten die Ecke rausschauen.

WICHTIG: Erst mal nur eine Seite annähen!

 Bei Bedarf markieren...


 ...und an den beiden anderen Gurten festnähen.



 Die Ecke, die unten rausschaut abschneiden...



 ..und wieder mit dem Feuerzeug versäubern.



 Jetzt den Ring einfädeln....



 ...parallel legen...

wieder darauf achten, dass der Gurt nicht verdreht ist.


 ...und die andere Seite festnähen. Die Ecke abschneiden, versäubern...



...uuuuuund...fertig.

Ich finde es ganz praktisch, wenn der Ring über die ganze breite "wandern" kann, wenn du willst, kannst du aber das 10 cm lange Stück Gurtband, das ich oben erwähnt habe dazu nutzen, um den Ring in der Mitte zu fixieren.
Dazu einfach die Mitte markieren (auf der Seite, die später auf dem Fell liegt), Stück mittig auflegen, an einer Seite festnähen, Ring platzieren und auf der anderen Seite festnähen.
(wie die Ringe in der Leinen-Anleitung)


Wenn du willst, kannst du den Brustgurt vorne jetzt noch mit Fleece füttern. Ich habe das früher gemacht, bis ich gemerkt habe, dass wir das gar nicht brauchen.

Freitag, 7. September 2012

Das Nachtprojekt: Hoodie "Little Dino"

Das das Sandmännchen zur Zeit einen Bogen um meine Wohnung zu machen scheint, muss ich ich ja nachts irgendwie beschäftigen... (wenn jemand das Sandmännchen trifft...ich schenk ihm gerne ein Navi, wenn es dann wieder herkommt!)

Letzte Nacht ist das hier entstanden...die ersten 1,5 Stunden ab ich mit der Erstellung des Schnittmusters verbracht...definitiv ein Lernfeld ;)

Aber hat dann doch ganz gut geklappt :D

Sehet selbst...




Der Außenstoff ist Jersey-Sweat, innen leicht aufgeraut, das Futter, die Bündchen und die Bauchtasche sind normaler Jersey, die Zacken sind aus Baumwolle.
Dieses Exemplar ist eine Gr. 86/92, ich krieg das natürlich auch in anderen Größen hin :)

Mal was für auf den Kopf :) Beanie-Mützen

Richtig warm wird es wohl dieses Jahr nicht mehr...

Viele, viele bunte Beanies ;)


Und wenn man mal Lust auf was anderes hat....dreht man sie einfach um...


Dienstag, 4. September 2012

Anleitung Babylegs, Stulpen

Tadaaa...es ist soweit :) Das Tutorial zu den Babylegs.

Nochmal zur Erinnerung...diese Dinger:


Wenn ihr sie nachnäht, würde ich mich freuen, wenn ihr mir Bilder von euren Werken schickt. Wenn ihr sie auf einer Webseite oder eurem Blog einstellt, verlinkt mich bitte :)

Die Vorlagen sind nicht für die gewerbliche Nutzung gedacht, sondern nur für den Eigengebrauch, verkaufen dürft ihr eure Werke natürlich auch, die Massenproduktion ist untersagt...und bitte vergesst nicht, mich und meinen Blog dabei zu erwähnen.

So, los geht's:

Wir brauchen:

 1 Paar Kniestrümpfe oder Socken, je nach dem, wie lang die Stulpen werden sollen.
Schere
Schneiderkreide oder sonst etwas zum markieren
Lineal oder Metermaß

Ich benutze einen Overlock-Stich, das muss aber nicht sein. Man sollte einen elastischen Stich wählen, also einen mittelbreiten Geradstich oder den geteilten Zick-Zack-Stich.

 Jetzt wird abgemessen. ca. 1cm Nahtzugabe mit einrechnen.


 Mit der Kreide auf beiden Seiten markieren, dann wird der Schnitt später gerade.



 ...abschneiden...



 jetzt den abgeschnittenen Fußteil nochmals teilen. Die Ferse und die Zehen müssen ab ;)


 Diese Teile brauchen wir, der Rest kann weg. Der untere Teil wird gleich das Bündchen.



 Jetzt seitlich einen ca. 1,5 cm breiten Streifen abschneiden, der Streifen kann weg.



 ...aufklappen...



 ...rechts auf rechts legen...



 ...und an der langen Seite zusammennähen. Entweder mit Overlock-Stich oder einem mittelbreiten Geradstich.



 Dann das Bündchen links auf links zusammenklappen. Dabei darauf achten, dass sie Kanten aufeinander liegen. Das ist ein bisschen kniffelig, weil sich der Stoff sehr einrollt.



 Dann so über Zeige- und Mittelfinger, die offene Seite zeigt zur Hand...



 und dann über den Strumpf stülpen.



 Jetzt wird es wieder ein bisschen kniffelig...es gibt jetzt 3 Lagen, die möglichst genau aufeinander liegen sollten...



 ...das Bündchen muss gedehnt werden und wird dann jeweils vorne und hinten in der Mitte mit einer Nadel festgesteckt...







 Am besten bei der Nähmaschine den vorderen Teil des Fußes abnehmen, dann fällt das zurecht legen leichter.



 Dann unter dehnen des Bündchens (Strumpfteil wird NICHT gedehnt) die Teile auf einander nähen, dabei einen Overlockstich oder einen geteilten Zick-Zack-Stich verwenden, Geradstich geht aber auch. Am besten nicht in einem durchnähen, sondern immer wieder sicher gehen, dass die Kanten auch gut aufeinander liegen...das ist mit etwas Gezubbel verbunden, aber man erspart sich den Ärger, später nochmal auftrennen zu müssen.



 ...und dran ist das Bündchen.



 ...umklappen, kontrollieren, ob alles gut vernäht ist...



...uuuuund...Fertig!

Sieht jetzt wegen des Dehnens noch etwas knubbelig aus, das wird aber nach dem ersten Waschen verschwinden.